Anatomie des Kniegelenks

Das Kniegelenk setzt sich aus 2 Gelenken zusammen

  1. Kniekehlgelenk (Femurotibialgelenk) = Verbindung zwischen Oberschenkel (Femur) und Schienbein (Tibia)
  2. Kniescheibengelenk (Femuropatellargelenk) besteht aus der Kniescheibe (Patella) und der Gleitrinne im Oberschenkel (Trochlea patellaris).

Beide Gelenke sind von einer gemeinsamen Gelenkkapsel umgeben.

Der vierköpfige Streckmuskel des Kniegelenks (Muskulus quadriceps femoris) liegt als mächtige Muskelmasse an der Vorderseite des Oberschenkels.

Die Endsehne dieses Muskels, in die die Kniescheibe eingebettet ist, setzt an der Vorderseite des Schienbeins (Tuberositas tibiae) an.

Die Kniescheibe gleitet bei Beugung und Streckung in der Gleitrinne (Trochlea patellaris) auf und ab.

 

 

 

Die Gelenkflächen von Oberschenkel und Schienbein passen nicht genau aufeinander, man bezeichnet dieses Gelenk daher als „inkongruentes Gelenk". Diese Inkongruenz wird durch 2 mandarinenförmige Faserknorpel, die Menisken ausgeglichen.

Das Kniegelenk wird von außen durch 2 Seitenbänder und im Gelenk durch 2 sich kreuzende Bänder, die Kreuzbänder, stabilisiert.

Die Kreuzbänder schränken sowohl die Innenrotation als auch die Verschiebung des Schienbeins (Tibia) gegenüber dem Oberschenkel (Femur) ein.

Risse des vorderen Kreuzbandes und des medialen Menikus sind die häufigsten Ursachen für Schmerzen und Lahmheiten der Hintergliedmaße beim Hund.